Politisches Nachtgebet

Kreuzeskirche

Das nächste Politische Nachtgebet

findet statt am

Montag, 7. Mai 2018, 18 Uhr.

 

Thema: Verteilen statt wegwerfen!

Die Duisburger Tafel stellt sich vor

„Lebensmittel retten – Menschen helfen“ ist ein Motto der gemeinnützigen Hilfsorganisation „Tafel“. In Deutschland fallen täglich viele Tonnen an Lebensmitteln an, die qualitativ einwandfrei sind, aber aus dem Handel genommen und vernichtet werden. Idee der „Tafel“ besteht darin, sie an Menschen weiterzugeben, die nur über wenig Geld im Monat verfügen. Dies soll aber nicht die Aufgabe des Staates ersetzen, für eine soziale Teilhabe aller zu sorgen.

Die erste „Tafel“ wurde 1993 gegründet. Inzwischen gibt es über 900 Tafeln, die dem Dachverband angeschlossen sind. Unterstützt werden sie von über 60.000 freiwilligen Helfern. Gleichzeitig werden aber auch immer wieder kritische Anfragen gestellt. Sie setzen bei der Überproduktion an Lebensmitteln an oder beim Problem struktureller Armut, das nur politisch gelöst werden kann, etwa durch die Teilhabe an existenzsichernder Arbeit.

Im Gespräch mit dem Geschäftsführer der „Tafel Duisburg“, Günter Spikofski, soll diese Einrichtung vorgestellt und nach ihren Zielen und Grenzen gefragt werden. Wie ist sie organisiert und wird sie finanziert? Welche Erfahrungen wurden im Laufe der Zeit gemacht?

 Konzert

Gemeinsames Konzert von Baglama, Violine und Klavier

Es musizieren Dozenten der Musik-und Kunstschule: Yusuf Caner (Baglama), Valentina Leiding u. Victoria Caminer ( Violinen), Bettina Reiter( Klavier) und deren Schüler(innen).

Zum Ausklang dieses abwechslungsreichen Konzertes gibt es gegen einen kleinen Obulus ein köstliches Buffet. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 20. April

Beginn 18.30 Uhr (Dauer ca. 75 Minuten)

 Exkursion

Kirchenbauten des Industriezeitalters und der Moderne

Auf dieser Bustour stehen zwei Kirchen aus zwei unterschiedlichen Epochen im Mittelpunkt der Exkursion. In Hattingen-Niederwenigern besichtigen wir eine der frühsten neugotischen Kirchen im Ruhrgebiet, deren Bau dem Bevölkerungswachstum der Industrialisierung geschuldet war. 1858 beschloss die Pfarrei, die sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, einen Kirchenneubau, weil der bauliche Zustand der alten Kirche sehr schlecht war. Das notwendige Kapital kam durch Hauskollekten in der Gemeinde (Pfennigsverein) sowie Geldsammlungen in Westfalen und in der Rheinprovinz zusammen. Doch ließ man aus Geldmangel den alten, wehrhaften Turm aus dem 12. Jahrhundert stehen, der Anfang des 19. Jahrhunderts um das oberste Stockwerk und einen Turmhelm ergänzt worden war und bis heute die alten Glocken von 1500-1706 trägt. Als Architekt gewann man Friedrich Schmidt, später Dombaumeister in Wien. Gegenüber der Kirche liegt ein kleines Museum des berühmtesten Sohns der Gemeinde, des im Januar 1945 hingerichteten ehemaligen Bergmanns und Arbeitervertreters Nikolaus Groß. Die zweite Kirche dagegen ist sehr modern. Sie entstand 1959 in Bochum-Weitmar auf die Initiative von Spätheimkehrern aus russischer Gefangenschaft und ist als Zeichen der Versöhnung gedacht. Die Architektur der Hallenkirche mit flachem Satteldach als Stahlbetonskelettbau soll an eine Lagerbaracke erinnern. 1986 wurde die Krypta durch einen Anbau zu einem Museum erweitert, das Alltags- und Kunstgegenstände zeigt, die Kriegsgefangene in den Lagern unter primitivsten Bedingungen hergestellt hatten. Als letztes geht es mit einem Zeitsprung zur Ruine der mittelalterlichen Silvesterkapelle von Schloss Weitmar, in der der erste evangelische Gottesdienst Bochums gefeiert worden war. Der Schlosspark bietet außerdem die Gelegenheit zu einem entspannenden Spaziergang.

Referentin

Dr. Vera Bücker, echtnahdran –hist.-wiss. Dienste & Studientouren, Gladbeck

Termin

Samstag, 21. April 2018, Start 10.00 Uhr an der Kreuzeskirche

Teilnehmerzahl: max. 30

Teilnehmerbeitrag: 30 Euro

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich!

 Vortrag

200 Jahre Karl Marx – Das Marx’sche Verständnis von Arbeit und die protestantische Arbeitsethik

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland

2018 jährt sich der zweihundertste Geburtstag von Karl Marx. Der deutsche Philosoph, Ökonom und Theoretiker der internationalen Arbeiterbewegung hat mit seinen Interpretationen die Welt verändert. Seiner grundlegenden Analyse des Kapitals kommt dabei auch im 21. Jahrhundert immer noch oder auch – insbesondere nach der Finanzkrise 2008 – wieder verstärkt Aktualität oder Aufmerksamkeit zu.

Grund genug, sich – im Jahr 1 nach dem Jubiläumsjahr 500 Jahre Luther und Reformation - mit der Person und dem Werk dieses wirkmächtigen Kritikers der bürgerlichen Gesellschaft und der kapitalistischen Wirtschaftsform zu beschäftigen und dabei insbesondere das Marx’sche Verständnis von Arbeit in der Auseinandersetzung mit dem Arbeitsverständnis der protestantischen Sozialethik zu diskutieren.

Referent
Prof. Dr. Traugott Jähnichen,
Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre, Evangelisch-Theologische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum

Termin
Dienstag, 24. April 2018,
18.30 bis 20.30 Uhr

Information
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Duisburg-Niederrhein
Am Burgacker 14-16, 47051 Duisburg
Tel. 0203 2951-3170

Beachten Sie auch die aktuellen Hinweise auf der Homepage der Evangelischen Bonhoeffer Gemeinde Marxloh-Obermarxloh: hier klicken